Bouga CacaO 77

Juni 16th, 2008

Heute stell ich euch die letzte Schokolade aus Österreich in dieser EM vor, oder auch nicht, wenn die Fußballgötter der Mannschaft gut gesonnen sind. Diesmal habe ich im Blick Bouga CacaOs 77% Cacao Schokolade. Die Schokolade wird von einer Österreichischen Firma vermarktet, aber nach bioökologischen Regeln angebaut und lokal in Ecuador verarbeitet. So ausgeprägt und in der Firmenphilosophie verankert habe ich das selten gesehen. Dafür gibt’s extra Punkte, allerdings nicht auf irgendwelche EM-Mannschaften übertragbar.

Sie wird ausserdem ausschließlich aus Cacaobohnen einer Hacienda und Rohrzucker gemacht. Es gibt nicht mal den kleinen Hauch Vanille der in den meisten Schokoladen enthalten ist. Der Geschmack beruht also ausschließlich auf dem Cacao, der 100% Nacional Arriba ist, wie uns die Firma stolz mitteilt. Die Schokolade schmilzt nicht weich im Mund und es dauert ein bisschen bis sich der Geschmack im Mund entfaltet. Der Geschmack erinnert an geröstete Haselnüsse, Rosinen und Aprikosen. Es gibt keine starken sauren Noten. Es ist, also, eine interessante Schokolade die sicher gut zu einem Gläschen Sherry oder Port am Nachmittag passen würde.

Die Sache hat aber einen kleinen Haken: Mit 3,50 Euro für 45 g Schokolade ist sie sehr teuer. Ohne die Firmenphilosophie zu berücksichtigen, wäre der Preis nicht zu rechtfertigen, aber faire Qualität die nachhaltig ist hat ihren Preis. Das wiederum lerne ich gerne, am besten fang ich mit dieser Schokolade an.

Umami Papua von Schell (EM-Genuss Deutschland)

Juni 16th, 2008

Schell Schokoladen Manufaktur sitzt in Gundelsheim und macht einen Satz sehr interessanter Schokoladen. Diese sind nähmlich speziell auf verschiedene Weinsorten abgestimmt. So ist die Umami Papua auf Riesling abgestimmt. Verpackt ist sie in einer schönen brauenen Papphülle und nocheinmal in Plastikfolie.

Im allgemeinen ist es schwierig Wein und Schokolade zu kombinieren, da fast jede Schokolade den Wein sauer wirken lässt und das reichhaltige bouqet des Weines offt die Schokolade erschlägt. Andererseits benutzen wir genau die gleichen Worte und methoden um Schokolade zu beschreiben, die auch Weinverkosterinnen benutzen.

Eins muss ich noch erklären und zwar das Wort Umami. Es beschreibt in der Japanischen Küche den Geschmack des Natriumglutamats. Bei uns ist das auch als „Maggi“ bekannt. Keine Sorge es ist kein Glutamat in der Schokolade enthalten. Ausserdem ist Glutamat eine natürliche Aminosäure, die auch in Tomaten und Käse viel vorkommt, die NICHT giftig ist. In jedem Fall löst der Name ganz eigenartige Assoziationen aus. Die Zutatenliste sagt mir aber, das Atlantikmeerslaz und Zitrusschalen in der Schokolade enthalten sind.

Die Schokolade riecht Vollmilchig und nach Zitrus, bei 38% Cacao eigentlich kein Wunder. Geschmacklich besticht ersteinmal die Zitrusnote, die in kleinen Schüben dann von dem salzigen Geschmack komplementiert wird. Wie jede Vollmilchschokolade ist mir diese eigentlich zu süß, aber sie passt wirklich gut zu dem Riesling in meinem Kopf. Anders als bei den meisten Milchschokoladen kommen hier tatsächlich noch schokonoten durch, nussig ein bischen z.B.

Alles in allem bin ich mit der von Schell gestellten Schokolade ganz zufrieden. Nun fehlt nur noch der Test zum Riesling, aber den verlege ich aufs Wochenende.

Orion mit Marzipan (EM-Genuss Tschechien)

Juni 15th, 2008

Orion-Schokolade mit MarzipanNach dem zweifelhaften Vergnügen der Verkostung der Orion-Schokolade steht nun die Orionschokolade mit Marzipan von Nestle an. Entsprechend skeptisch mache ich mich ans Werk.

Und das zu Recht wie sich sehr schnell herausstellen soll. Schon beim Öffnen weht einem ein intensiver Marzipanduft entgegen. Doch halt – wirkt der nicht sehr künstlich? Ein Blick auf die Zutatenliste (die es dieses Mal wenigstens auf Englisch gibt) bestätigt meine Vermutung sofort: Weder Mandeln noch Marzipanrohmasse ist dort aufgeführt. Mit echtem Marzipan hat diese Schokolade als schon mal nicht zu tun. Die Schokolade, die das Nichtmarzipan umhüllt, schmeckt genau so süß, wie die ungefüllte Orion-Milchschokolade. Die Füllung kommt da noch an Süße dazu. Insgesamt also ein klebrig süßer Geschmack mit künstlichem Marzipangeschmack. Zusammenfassend gesagt: Geschmacklich muss ich leider dringend von der Schokolade abraten.

Über den Inhalt und wie der Geschmack zustande kommt, wollen wir lieber nicht reden.

Schade, dass wir aus Tschechien bislang nur derart süße Produkte bekommen haben. Ich bin mir sicher, dass es gerade in Prag hervorragende Konditoren und Chocolatiers gibt. Wenn jemand von euch Zugriff auf einen solchen hat, meldet euch bitte per E-Mail.

Tempo – Schokokekse von Ülker (EM-Genuss Türkei)

Juni 15th, 2008

Schokoladenkeks “Tempo” von ÜlkerNein, wir stellen euch heute keine Schokoladen-Taschentücher vor. (Ware doch mal eine witzige Idee: Taschentücher mit Schokoldenduft…) Viel mehr handelt es sich bei Tempo von Ülker um Schokoladenkekse mit einer Cremefüllung.

Ihr könnt sie hier in Deutschland bei einigen türkischen Lebensmittelhändlern kaufen. Daher verwundert es auch nicht, dass die Zutatenliste auch auf Deutsch geführt wird.

Die Kekse sind rund mit einer Verzierung. Zwischen den beiden Schokoladenkekslagen befindet sich eine weiße Cremefüllung. Beim Abbeisen bröseln die Keks leicht. Sie sind nur relativ schwach gesüßt. Süß ist vor allem die Füllung. Insgesamt halten sich die beiden Keksteile so ganz gut im Gleichgewicht.

Inhaltlich das leider übliche Bild: Zusatstoffen und Aromen ist es zu verdanken, dass der Keks so ist wie er ist. Schade, wo das Produkt doch geschmacklich ganz gut gelungen ist.

„Swiss Herbal“ Schokolade (EM-Genuss Schweiz)

Juni 15th, 2008

Swiss Herbal aus der Schweiz - Schokolade mit KräuternZum leider schon letzten Spiel des Gastgeberlands Schweiz möchten wir euch von dort noch eine kleine Rarität vorstellen: Swiss Herbal. Ich habe vor einiger Zeit ein „Vorserienmodell“ bekommen, als es die Schokolade noch gar nicht im Laden zu kaufen gab.

Die Kräuterschokolade wird aus natürlichen Zutaten der schweizer Berge gewonnen. Welche das genau sind entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, da diese auf der Vorabverpackung noch nicht ausgewiesen werden. Zielgruppe sind „Adventurers and Explorers“, denen nicht nur der gute Geschmack dienlich ist, sondern auch die zahlreichen Mineralstoffe in der Schokolade. Dieser Zielgruppe entspricht auch die Form kompakte und dicke Form der Schokolade: So nimmt sie nicht viel Platz weg und ist schön stabil.

Vordergründig schmeckt man eine Milchschokolade, die aber weniger süß als üblich ausfällt. Erst danach schmecken die Kräuter durch, die der Schokolade eine angenehm würzige Note verpassen. Eine sehr leckere Kombination, die mich überzeugt. Für mich persönlich dürfte es noch einen Geschmack herber ausfallen. Auf jeden Fall eine Bereicherung für die Schokoladenwelt.

Bestellen könnt ihr die Schokolade in Displays für den Verkauf direkt beim Hersteller. Aufgrund der Zielgruppe würde ich sie am ehesten im Fachgeschäft für Outdoor-Produkte suchen.

leite com chocolate – Schokoladenmilch (EM-Genuss Portugal)

Juni 15th, 2008

Leite com Chocolate - Kakao aus PortugalZum heutigen Spiel von Portugal möchten wir euch natürlich wieder ein Schokoladenprodukt aus Portugal vorstellen. Aber es ist dieses Mal ein bisschen anders als die anderen Schokoladen aus Portugal. Im Bild haben wir einen „kleinen Hinweis“ versteckt. Findet ihr ihn?

Ok, das war natürlich leicht. Bislang haben wir – abgesehen von der Erwähnung der Trinkschokolade Inka von Schell – nur feste Produkte wie Tafelschokoladen und Pralinen vorgestellt. Mit der leite com chocolate gibt es heute den ersten Beitrag, der sich nur mit flüssiger Schokolade beschäftigt.

Gekauft habe ich die Flasche wieder bei Fonesca in Magstadt. (Da habe ich übrigens viele Jahre gewohnt – nur mal so am Rande.) Das ist auch notwendig, denn aus Portugal zuschicken lassen ist kaum möglich. Schließlich muss das Getränke gekühlt werden.

Im Prinzip handelt es sich um ein normales Kakaogetränk aus Milch, Kakao und Zucker. Dazu kommt noch etwas Stabilisator und Aroma. Vor dem Trinken einmal gut schütteln, und ab dafür. Verschlossen ist die kleine 250-ml-Glasflasche mit einem Kronkorken. Wer sie unterwegs trinken will muss also entweder ein passendes Werkzeug mitnehmen oder wissen wie man Kronkorken ohne Werkzeug aufbekommt.

Der Geschmack ist schön erfrischend und erstaunlicherweise kaum süß. Statt dessen hat man einen angenehm herben Schokoladengeschmack im Mund. Gar nicht übel, das hätte ich nicht erwartet. Das würde ich glatt wieder trinken.

Hergestellt wird das Getränk von Parmalat Portugal. Obwohl die Flasche komplett in Portugiesisch beschriftet ist und das Produkt damit wohl nicht für den normalen deutschen Hadenl bestimmt ist, ist ein grüner Punkt aufgedruckt. Den gibt es doch soweit ich weiß nur in Deutschland. Aber egal, ich reinige die leere Flasche jetzt und schicke sie als exotisches Leergut an den Shopblogger.

Russisches Konfekt mit Erdnüssen (EM-Genuss Russland)

Juni 14th, 2008

Konfekt mit Erdnüssen (Russland)Schon alleine aufgrund der Form werdet ihr schon richtig vermutet haben, dass dieser russische Konfekt mit Erdnüssen von dem selben Hersteller stammt, die das Konfekt Alenka. Auch dieses Mal schicke ich daher die Produktbeschreibung von der Herstellerwebseite durch Google Translate.

Und dieses Mal bin ich mir mit Google einig. Denn der Geschmack dieses Konfekt, das übrigens in Moskau hergestellt wird, lässt die Erdnüsse klar erkennen. Die Füllung zwischen den Waffeln erinnert an etwas festere Erdnussbutter. Dazu kommt der süßliche Schokoladenüberzug. Insgesamt sehr lecker aber etwas zu süß. Wenn euch das Konfekt Alenka geschmeckt hat, werdet ihr auch dieses Konfekt hier lieben. Hauptunterschied ist der, dass dieses hier nussiger ist.

Interessant finde ich auch die Abbildung auf dem Konfekt. Das ist doch nicht etwa unser Rotkäppchen?

Gekauft habe ich dieses Konfekt bei russ-food im Ladengeschäft in Stuttgart. Dort gibt es eine große Auswahl an verschiedensten Sorten russischem Konfekt und auch viele andere osteuropäische Produkte.

ION Milchschokolade (EM-Genuss Griechenland)

Juni 14th, 2008

Milchschokolade von ION aus GriechenlandKann man sich an süße Milchschokolade gewöhnen? Ich habe fast den Eindruck, als ich die Milchschokolade von ION aus Griechenland probiere. Zumindest schaffe ich jetzt auf Anhieb mehr Rippchen der süßen Schokolade.

Dem entgegen stehen gerade mal 28,5% Kakaoanteil. Wenn ich mich richtig erinnere ist die Milchschokolade mit dem geringsten Kakaoanteil, die ich je probiert habe. Sicherlich kein Fall für echte Schokoladenliebhaber, aber als klebrige Süßigkeit gewinnt diese Schokolade vielleicht einen Preis.

Inhaltlich gibt es neben dem Sojalecithin und Vanillin wneigstens keine Beanstandungen. Das hier Zucker und Milchpulver vor dem Kakao steht war ja sowieso klar.

Fazit: Klebrig süße Milchschokolade. Nichts für Liebhaber „echter“ Schokolade.

Milchschokoladentorte mit Mandeln (EM-Genuss Spanien)

Juni 14th, 2008

Torta chocolate con leche / Milchschokoladentorte mit Mandeln„Nicht schon wieder eine Milchschokolade“ – ich kann es euch denken hören. Aber gebt dieser Milchschokoladentorte mit Mandeln aus Spanien eine Chance. Denn die hat sie verdient.

Vom Produkt her handelt es sich eigentlich um eine einfache Tafelschokolade mit Mandeln. Mit 200 Gramm recht groß aber eben vor allem von der Form auffällig: Serviert wird die Schokolade in runder, etwa 15 cm durchmessender Form.

Geschmacklich kann die Kombination auch überraschen. Was der Zucker in der Milchschokolade dem Kakao an Herbheit nimmt, bringen die gerösteten Mandeln zumindest teilweise wieder rein. So ist das Produkt zwar relativ süß, aber die Süße kommt zum Glück nicht immer durch. Interessant ist auch die Textur der Schokolade. Die kernigen Nüsse sind von etwas sandiger Schokolade umhüllt.

Inhaltlich machen die Mandeln 15% aus. Dazu die üblichen Verdächtigen: Sojalecithin (hier als E-322 geführt) und Vanillearoma.

Fazit: Optisch ausgefallen, geschmacklich deutlich über „normalen“ Milchschokoladen.

Minzschokolade von Marabou (EM-Genuss Schweden)

Juni 14th, 2008

Minzschokolade von Marabou aus SchwedenMinze und Schokolade ist eine gute Kombination. Auf diesen Klassiker setzt auch die Firma Marabou aus Schweden mit der Minzschokolade „Mint Choko“. Wie ihr schon an der Form erkennen könnt, handelt es sich dabei nicht um eine Tafelschokolade.

Statt dessen kann man die „Mint Choko“ als zwei Rollen mit kleinen einzelnen Minzschokoladen darin kaufen. Die Bezugsquelle hier in Deutschland ist übrigens niemand anderes als eine „unbekannte“ schwedische Möbelhauskette.

Der Geschmack ist ziemlich süß. Die Füllung erinnert zunächst vor allem an Karamel, der frische und ziemlich eindringliche Minzgeschmack folgt eher im Nachgang. Insgesamt ziemlich erfrischend, aber auch klebrig süß.

Inhaltlich die bekannten aber bei mir unbeliebten Zutaten wie Sorbit , Sojalecithin und Aromen. Und nein, echte Minze ist natürlich(?) keine drin.

Fazit: An dem Klassiker Minze mit Schokolade kann man nicht viel falsch machen. Nur die Schokolade zu süß machen, was hier leider der Fall ist.