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Milchschokolade mit Salz von Domori

Donnerstag, Januar 1st, 2009
DOMORI Latte Sel

DOMORI Latte Sel

Da wir uns mehr auf dunkle Schokolade verlegt haben, kommt es selten genug vor, dass wir euch hier Milchschokolade vorstellen. Heute ist das mit der DOMORI Latte Sal. Das ist eine Milchschokolade, die mit Meersalz verfeinert wurde.

Als Kakaosorte für die 44% Kakaoanteil kommen edle Arribabohnen aus Ecuador zum Einsatz. Auch das Salz ist nicht irgend ein Meersalz, sondern das besonders gute Guérande-Salz. Insgesamt also hochwertige Zutaten, die hier zum Einsatz kommen. Schade nur wieder, dass dennoch Sojalecithin enthalten ist.

Geschmacklich finde ich die Schokolade sehr interessant. Trotz des geringen Kakaoanteils hält sich die Süße in Grenzen. Dazu kommt der feine Kakaogeschmack des Arribakakaos. Die Salznote sitzt dezent im Hintergrund, so dass die Schokolade nicht gerade salzig aber „verfeinert“ schmeckt.

Insgesamt eine schöne Sorte für Schokoladen-Fans, bei denen es auch mal etwas süßer sein darf. Und für Freunde von Milchschokolade unbedingt zu empfehlen.

Bezugsquelle: chocolats-de-luxe.de

Clement 72% Fleur de Sel

Sonntag, Oktober 26th, 2008

Clement Grand Cru 72% mit MeersalzWer unser Schokoalden-Blog schon eine Weile verfolgt, der wird festgestellt haben, dass weder Paula noch ich Freunde von süßer Schokolade sind. „Zu süß“ oder „Viel zu süß“ ist häufig eines unserer Urteile.

Aber wie sieht es eigentlich in die „andere“ Richtung aus? Es gibt ja auch Schokolade mit Salz bzw. Meersalz, so wie die 72% Fleur de Sel von Clement chococult.

Dabei handelt es sich um eine handgeschöpfte Schokolade, die aus Arriba-Kakaobohnen besteht. Der Kakaoanteil beträgt 72% und die Schokolade wird 72 Stunden conchiert. Das Meersalz ist auf die Schokolade aufgestreut und befindet sich daher nur auf der Oberfläche.

Der erste Eindruck im Mund ist daher vorrangig salzig, weil man ja das Salz auf einer der Außenseiten hat. Dieser verliert sich jedoch zu Gunsten der feinen Schokolade. Diese enthält keine Bittertöne und die verschiedenen Geschmacksnuancen werden durch den verblieben Salzgeschmack unterstützt. Wer die Schokolade jedoch nicht auf der Zunge zergehen lässt, wird vor allem einen dominierenden Salzgeschmack finden.

Inhaltlich gibt es keine Beanstandungen vorzunehmen. Die Tafel enthält nur Kakaomasse bzw. -butter, Zucker, echte Bourbonvanille und Meersalz. Auf Zusatzstoffe wie Sojalecithin und „natürliche“ Aromen wurde verzichtet.

Insgesamt ein schönes Geschmackserlebnis.

Zudem lässt sich die salzige Schokolade möglicherweise leichter als Zutat in Gerichte integrieren. Dafür die Tafel mit 4,40 Euro für 90 Gramm (Stand 25.10.2008, Stuttgart) allerdings nicht gerade preiswert.

Bezugsquelle: Chocolate de Luxe, Confisserie Selbach (Stuttgart)

Bouga CacaO 77

Montag, Juni 16th, 2008

Heute stell ich euch die letzte Schokolade aus Österreich in dieser EM vor, oder auch nicht, wenn die Fußballgötter der Mannschaft gut gesonnen sind. Diesmal habe ich im Blick Bouga CacaOs 77% Cacao Schokolade. Die Schokolade wird von einer Österreichischen Firma vermarktet, aber nach bioökologischen Regeln angebaut und lokal in Ecuador verarbeitet. So ausgeprägt und in der Firmenphilosophie verankert habe ich das selten gesehen. Dafür gibt’s extra Punkte, allerdings nicht auf irgendwelche EM-Mannschaften übertragbar.

Sie wird ausserdem ausschließlich aus Cacaobohnen einer Hacienda und Rohrzucker gemacht. Es gibt nicht mal den kleinen Hauch Vanille der in den meisten Schokoladen enthalten ist. Der Geschmack beruht also ausschließlich auf dem Cacao, der 100% Nacional Arriba ist, wie uns die Firma stolz mitteilt. Die Schokolade schmilzt nicht weich im Mund und es dauert ein bisschen bis sich der Geschmack im Mund entfaltet. Der Geschmack erinnert an geröstete Haselnüsse, Rosinen und Aprikosen. Es gibt keine starken sauren Noten. Es ist, also, eine interessante Schokolade die sicher gut zu einem Gläschen Sherry oder Port am Nachmittag passen würde.

Die Sache hat aber einen kleinen Haken: Mit 3,50 Euro für 45 g Schokolade ist sie sehr teuer. Ohne die Firmenphilosophie zu berücksichtigen, wäre der Preis nicht zu rechtfertigen, aber faire Qualität die nachhaltig ist hat ihren Preis. Das wiederum lerne ich gerne, am besten fang ich mit dieser Schokolade an.