Archive for the ‘Schokolade’ Category

Plantation Palmira Origine Venezuela von Valrhona (EM-Genuss Frankreich)

Dienstag, Juni 17th, 2008

palmira1.jpgNach der Vorstellung neulich hatte ich wieder Lust noch eine weitere Sorte Schokolade von Valrhona vorzustellen. Diesmal habe ich mir eine Plantagen Schokolade besorgt.

Das ist die Palmira aus Venezuela. Sie enthält 64% Cacao der sorte Criollo. Also eine Schokolade, die recht gute Voraussetzungen hat. Verpackt ist sie in einer orangefarbenen Schachtel und innen in feste goldfarbene Alufolie eingepackt. Vorsichtig geöffnet strömt einem ein wunderbar weicher Geruch entgegen, der sofort Lust macht sie zu probiern.

Der Geschmack schwebt irgendwo zwischen blumigem Honig, nußigen Nüssen und feiner Säure. Die Süße ist angenehm aber nicht zu stark und von Bitter ist nichts zu merken. Geschmacklich empfehlnswert.

Die Palmira erfüllt also alle geschmacklichen und geruchlichen Kriterien, einzig Sojalecithin und die vier Euro für die 75g Tafel könnten es einem verleiden. Das aber wäre dumm.

Milchschokolade „volle smaak“ von Verkade (EM-Genuss Niederlande)

Dienstag, Juni 17th, 2008

Milchschokolade aus den NiederlandenMilchschokolade „volle smaak“ als mit „vollem Geschmack“ verspricht der Hersteller Verkade auf der Verpackung. Skepsis macht sich bei mir breit: Voller Milchgeschmack? Oder doch besser voller Kakaogeschmack?

Mir wäre letzteres ja deutlich lieber. Zunächst aber erst mal kurz zur äußeren Form. Wie im Bild zu erkennen handelt es sich bei der Tafel um einen „Barren“. Die Schokolade ist dadurch relativ dick und dadurch relativ robust, wenn man sie mal für unterwegs mitnehmen will.

Geschmacklich für eine Milchschokolade dann erstaunlich brauchbar. Natürlich ist die ziemlich süß. Aber wenn man genau hinschmeckt kann man auch eine leichte Herbheit entdecken. Nicht unbedingt selbstverständlich bei 36% Kakaoanteil.

Inhaltlich durchschnittlich: Sojalecithin und Vanille-Aroma wie erwartet aber sonst keine zusätzlichen negativen Überraschungen.

Ljesnjak von Dorina (EM-Genuss Kroatien)

Montag, Juni 16th, 2008

Manchmal finde ich es absurd, kleiner Schokosnob der ich bin, über einen solchen Artikel EM-Genuss zu schreiben. Zum Glück habe ich aber willige Tester bei mir in der Wohung die alles testen, auch die 300g Tafel Haselnuss-Milchschokolade aus Kroatien. Sie ist klassisch in Alufolie und Papier eingewickelt. Der erste Testkommentar war: „Schmeckt wie Milka“ Hab ich was gegen Milka? Nein, ich es sie nur nicht, weil sie mir zu süß ist, und zu wenig nach Schokolade schmeckt.

Auf weiter Nachfrage wurde mir dann mitgeteilt, dass die ganzen Haselnüsse in der Schokolade voll toll knacken und, dass man den Kakao schon ein bischen herausschmeckt. „Aber eigentlich schmeckt sie vor allem nach Milchschokolade.“ Ich glaube was damit gemeint ist, ist der weiche etwas buttrige süße Geschmack wie ihn auch weiße Schokolade hat.

Nun ja, ich denke die Tafel ist eine gute Ration wenn man mal auf Wanderschaft in Kroatien ist.

Bouga CacaO 77

Montag, Juni 16th, 2008

Heute stell ich euch die letzte Schokolade aus Österreich in dieser EM vor, oder auch nicht, wenn die Fußballgötter der Mannschaft gut gesonnen sind. Diesmal habe ich im Blick Bouga CacaOs 77% Cacao Schokolade. Die Schokolade wird von einer Österreichischen Firma vermarktet, aber nach bioökologischen Regeln angebaut und lokal in Ecuador verarbeitet. So ausgeprägt und in der Firmenphilosophie verankert habe ich das selten gesehen. Dafür gibt’s extra Punkte, allerdings nicht auf irgendwelche EM-Mannschaften übertragbar.

Sie wird ausserdem ausschließlich aus Cacaobohnen einer Hacienda und Rohrzucker gemacht. Es gibt nicht mal den kleinen Hauch Vanille der in den meisten Schokoladen enthalten ist. Der Geschmack beruht also ausschließlich auf dem Cacao, der 100% Nacional Arriba ist, wie uns die Firma stolz mitteilt. Die Schokolade schmilzt nicht weich im Mund und es dauert ein bisschen bis sich der Geschmack im Mund entfaltet. Der Geschmack erinnert an geröstete Haselnüsse, Rosinen und Aprikosen. Es gibt keine starken sauren Noten. Es ist, also, eine interessante Schokolade die sicher gut zu einem Gläschen Sherry oder Port am Nachmittag passen würde.

Die Sache hat aber einen kleinen Haken: Mit 3,50 Euro für 45 g Schokolade ist sie sehr teuer. Ohne die Firmenphilosophie zu berücksichtigen, wäre der Preis nicht zu rechtfertigen, aber faire Qualität die nachhaltig ist hat ihren Preis. Das wiederum lerne ich gerne, am besten fang ich mit dieser Schokolade an.

Umami Papua von Schell (EM-Genuss Deutschland)

Montag, Juni 16th, 2008

Schell Schokoladen Manufaktur sitzt in Gundelsheim und macht einen Satz sehr interessanter Schokoladen. Diese sind nähmlich speziell auf verschiedene Weinsorten abgestimmt. So ist die Umami Papua auf Riesling abgestimmt. Verpackt ist sie in einer schönen brauenen Papphülle und nocheinmal in Plastikfolie.

Im allgemeinen ist es schwierig Wein und Schokolade zu kombinieren, da fast jede Schokolade den Wein sauer wirken lässt und das reichhaltige bouqet des Weines offt die Schokolade erschlägt. Andererseits benutzen wir genau die gleichen Worte und methoden um Schokolade zu beschreiben, die auch Weinverkosterinnen benutzen.

Eins muss ich noch erklären und zwar das Wort Umami. Es beschreibt in der Japanischen Küche den Geschmack des Natriumglutamats. Bei uns ist das auch als „Maggi“ bekannt. Keine Sorge es ist kein Glutamat in der Schokolade enthalten. Ausserdem ist Glutamat eine natürliche Aminosäure, die auch in Tomaten und Käse viel vorkommt, die NICHT giftig ist. In jedem Fall löst der Name ganz eigenartige Assoziationen aus. Die Zutatenliste sagt mir aber, das Atlantikmeerslaz und Zitrusschalen in der Schokolade enthalten sind.

Die Schokolade riecht Vollmilchig und nach Zitrus, bei 38% Cacao eigentlich kein Wunder. Geschmacklich besticht ersteinmal die Zitrusnote, die in kleinen Schüben dann von dem salzigen Geschmack komplementiert wird. Wie jede Vollmilchschokolade ist mir diese eigentlich zu süß, aber sie passt wirklich gut zu dem Riesling in meinem Kopf. Anders als bei den meisten Milchschokoladen kommen hier tatsächlich noch schokonoten durch, nussig ein bischen z.B.

Alles in allem bin ich mit der von Schell gestellten Schokolade ganz zufrieden. Nun fehlt nur noch der Test zum Riesling, aber den verlege ich aufs Wochenende.

Orion mit Marzipan (EM-Genuss Tschechien)

Sonntag, Juni 15th, 2008

Orion-Schokolade mit MarzipanNach dem zweifelhaften Vergnügen der Verkostung der Orion-Schokolade steht nun die Orionschokolade mit Marzipan von Nestle an. Entsprechend skeptisch mache ich mich ans Werk.

Und das zu Recht wie sich sehr schnell herausstellen soll. Schon beim Öffnen weht einem ein intensiver Marzipanduft entgegen. Doch halt – wirkt der nicht sehr künstlich? Ein Blick auf die Zutatenliste (die es dieses Mal wenigstens auf Englisch gibt) bestätigt meine Vermutung sofort: Weder Mandeln noch Marzipanrohmasse ist dort aufgeführt. Mit echtem Marzipan hat diese Schokolade als schon mal nicht zu tun. Die Schokolade, die das Nichtmarzipan umhüllt, schmeckt genau so süß, wie die ungefüllte Orion-Milchschokolade. Die Füllung kommt da noch an Süße dazu. Insgesamt also ein klebrig süßer Geschmack mit künstlichem Marzipangeschmack. Zusammenfassend gesagt: Geschmacklich muss ich leider dringend von der Schokolade abraten.

Über den Inhalt und wie der Geschmack zustande kommt, wollen wir lieber nicht reden.

Schade, dass wir aus Tschechien bislang nur derart süße Produkte bekommen haben. Ich bin mir sicher, dass es gerade in Prag hervorragende Konditoren und Chocolatiers gibt. Wenn jemand von euch Zugriff auf einen solchen hat, meldet euch bitte per E-Mail.

„Swiss Herbal“ Schokolade (EM-Genuss Schweiz)

Sonntag, Juni 15th, 2008

Swiss Herbal aus der Schweiz - Schokolade mit KräuternZum leider schon letzten Spiel des Gastgeberlands Schweiz möchten wir euch von dort noch eine kleine Rarität vorstellen: Swiss Herbal. Ich habe vor einiger Zeit ein „Vorserienmodell“ bekommen, als es die Schokolade noch gar nicht im Laden zu kaufen gab.

Die Kräuterschokolade wird aus natürlichen Zutaten der schweizer Berge gewonnen. Welche das genau sind entzieht sich jedoch meiner Kenntnis, da diese auf der Vorabverpackung noch nicht ausgewiesen werden. Zielgruppe sind „Adventurers and Explorers“, denen nicht nur der gute Geschmack dienlich ist, sondern auch die zahlreichen Mineralstoffe in der Schokolade. Dieser Zielgruppe entspricht auch die Form kompakte und dicke Form der Schokolade: So nimmt sie nicht viel Platz weg und ist schön stabil.

Vordergründig schmeckt man eine Milchschokolade, die aber weniger süß als üblich ausfällt. Erst danach schmecken die Kräuter durch, die der Schokolade eine angenehm würzige Note verpassen. Eine sehr leckere Kombination, die mich überzeugt. Für mich persönlich dürfte es noch einen Geschmack herber ausfallen. Auf jeden Fall eine Bereicherung für die Schokoladenwelt.

Bestellen könnt ihr die Schokolade in Displays für den Verkauf direkt beim Hersteller. Aufgrund der Zielgruppe würde ich sie am ehesten im Fachgeschäft für Outdoor-Produkte suchen.

ION Milchschokolade (EM-Genuss Griechenland)

Samstag, Juni 14th, 2008

Milchschokolade von ION aus GriechenlandKann man sich an süße Milchschokolade gewöhnen? Ich habe fast den Eindruck, als ich die Milchschokolade von ION aus Griechenland probiere. Zumindest schaffe ich jetzt auf Anhieb mehr Rippchen der süßen Schokolade.

Dem entgegen stehen gerade mal 28,5% Kakaoanteil. Wenn ich mich richtig erinnere ist die Milchschokolade mit dem geringsten Kakaoanteil, die ich je probiert habe. Sicherlich kein Fall für echte Schokoladenliebhaber, aber als klebrige Süßigkeit gewinnt diese Schokolade vielleicht einen Preis.

Inhaltlich gibt es neben dem Sojalecithin und Vanillin wneigstens keine Beanstandungen. Das hier Zucker und Milchpulver vor dem Kakao steht war ja sowieso klar.

Fazit: Klebrig süße Milchschokolade. Nichts für Liebhaber „echter“ Schokolade.

Milchschokoladentorte mit Mandeln (EM-Genuss Spanien)

Samstag, Juni 14th, 2008

Torta chocolate con leche / Milchschokoladentorte mit Mandeln„Nicht schon wieder eine Milchschokolade“ – ich kann es euch denken hören. Aber gebt dieser Milchschokoladentorte mit Mandeln aus Spanien eine Chance. Denn die hat sie verdient.

Vom Produkt her handelt es sich eigentlich um eine einfache Tafelschokolade mit Mandeln. Mit 200 Gramm recht groß aber eben vor allem von der Form auffällig: Serviert wird die Schokolade in runder, etwa 15 cm durchmessender Form.

Geschmacklich kann die Kombination auch überraschen. Was der Zucker in der Milchschokolade dem Kakao an Herbheit nimmt, bringen die gerösteten Mandeln zumindest teilweise wieder rein. So ist das Produkt zwar relativ süß, aber die Süße kommt zum Glück nicht immer durch. Interessant ist auch die Textur der Schokolade. Die kernigen Nüsse sind von etwas sandiger Schokolade umhüllt.

Inhaltlich machen die Mandeln 15% aus. Dazu die üblichen Verdächtigen: Sojalecithin (hier als E-322 geführt) und Vanillearoma.

Fazit: Optisch ausgefallen, geschmacklich deutlich über „normalen“ Milchschokoladen.

Minzschokolade von Marabou (EM-Genuss Schweden)

Samstag, Juni 14th, 2008

Minzschokolade von Marabou aus SchwedenMinze und Schokolade ist eine gute Kombination. Auf diesen Klassiker setzt auch die Firma Marabou aus Schweden mit der Minzschokolade „Mint Choko“. Wie ihr schon an der Form erkennen könnt, handelt es sich dabei nicht um eine Tafelschokolade.

Statt dessen kann man die „Mint Choko“ als zwei Rollen mit kleinen einzelnen Minzschokoladen darin kaufen. Die Bezugsquelle hier in Deutschland ist übrigens niemand anderes als eine „unbekannte“ schwedische Möbelhauskette.

Der Geschmack ist ziemlich süß. Die Füllung erinnert zunächst vor allem an Karamel, der frische und ziemlich eindringliche Minzgeschmack folgt eher im Nachgang. Insgesamt ziemlich erfrischend, aber auch klebrig süß.

Inhaltlich die bekannten aber bei mir unbeliebten Zutaten wie Sorbit , Sojalecithin und Aromen. Und nein, echte Minze ist natürlich(?) keine drin.

Fazit: An dem Klassiker Minze mit Schokolade kann man nicht viel falsch machen. Nur die Schokolade zu süß machen, was hier leider der Fall ist.