Archive for the ‘Schokolade’ Category

Chocolat Bonnat Chuao

Donnerstag, April 10th, 2008

Ich geh ja mein Leben nach dem Motto an: Mensch lernt nie aus. Manchmal kann man Dinge an den ungewöhnlichsten Orten lernen, wie zum Beispiel auf der Rückseite einer Schokoladenverpackung. Auf der Verpackung der Chocolat Bonnat, Sorte Chuao aus Venezuela, stand nähmlich im französischen Text das Wort “merveilleux” was so viel wie fabelhaft und wunderbar bedeutet. Die Schokolade tut dieser Beschreibung nicht unrecht.

Die Verpackung ist weiß im Retrodesign in grün, braun und gold Tönen. Geschmacklich wird man von einer erfrischenden, säuerlichen Note begrüßt, darauf folgen langsam erdige und kaffeeartige Aromen. Mit 75% ist die Schokolade schon recht bitter. Sie schmilzt samtig weich, auch in den Fingern. Inhaltlich ist an der Schokolade nichts auszusetzen, sie enthält keine Emulgatoren und auch keine sonstigen Zusätze.

Insgesamt würde ich diese Schokolade gerne weiter empfehlen.

Maracaibo 68% von Chocoaltier Danner – Slow Food Messe 2008

Montag, April 7th, 2008

Maracaibo 68% Fino Criollo von Chocolatier DannerAm Stand von Chocolatier Danner habe ich am Sonntag nachmittag vorbeigeschaut. Wir haben uns etwas unterhalten und um in Kontakt zu bleiben wollte er mir eine Visitenkarte mitgeben. Doch die waren leider schon alle. Also hat er mir einfach eine kleine Tafel Schokolade in die Hand gedrückt mit dem Kommentar, dass darauf auch seine Kontaktdaten stehen würden. Eigentlich eine praktische Idee. :-)

So bin ich ganz unverhofft zu einer Maracaibo 68% gekommen. Diese Sorte wird aus Criollobohnen gewonnen, die als eine der edelsten Kakaosorten gilt. Bei dieser Schokolade beträgt der Kakaoanteil angenehme 68%. Dazu kommt noch Zucker, Spuren echter Vanille und etwas Sojalecithin. So entsteht ein feiner Geschmack, der kaum noch Bittertöne in sich trägt. Etwas herb aber schön rund, sehr angenehm. Ich suche gerade noch nach Worten für den Geschmack… Im ersten Moment edel, ur-schokoladig, dann etwas süßlich, fruchtig und rau im Nachgeschmack. Die dünne 25-Gramm-Tafel schmilzt Stückchen für Stückchen ganz leicht auf der Zunge und entfaltet so diesen Geschmack wunderbar.

Verpackt ist die Schokolade in ein rotes Papier mit goldenen Sprenkeln, wie alle Bitterschockoladen von Chocolatier Danner. Durch die Farbgebung weiß jeder sofort, in welcher Richtung er „seine“ Sorten suchen muss. Ich bleibe auch beim nächsten Mal beim roten Papier. :-)

Zotter „Happy Birthday“ zum Geburtstag

Sonntag, April 6th, 2008

Zotter Sorte “Happy Birthday”Seit wenigen Minuten habe ich Geburtstag! Juhu! :-) Zur Feier des Tages nasche ich eine Tafel Zotter Happy Birthday.

Naschen trifft es bei dieser Sorte von Zotter auch ganz gut. Denn schon beim Aufmachen umströmt einen so ein Duft der mich ein wenig an Weihnachten erinnert. Auf jeden Fall an was Süßes. Beim Schneiden der Schokolade knackt es dann erwartungsfroh. Letzteres entpuppt sich beim späteren Genuss als eine ordentliche Schicht karamelisierte Masse – wohl der Sirup von der Zutatenliste. Die Schicht ist sehr süß und zwischen zwei Lagen Schokolade eingeschlossen. Den Rest der Tafel füllt eine Mandelcreme mit einem sehr nussigen Aroma. Insgesamt sehr süß – für eine Schokolade und meinen Geschmack schon zu süß. Aber insgesamt harmonisch und gut aufeinander abgestimmt. Etwas störend finde ich die Karamelmasse, die noch an den Zähnen haftet.

Verpackt ist das Täfelchen in eine standesgemäße Zotterpackung die von verschiedenen Schmetterlingen verziert ist. Dazu ein golden glänzender Zotter-Schriftzug, der  nobel wirkt.

Auch die inneren Werte können sich qualitativ sehen lassen. Der Vollrohrzucker und der Kakao stammen aus Fair Trade Handel und bis auf das Salz stammen alle Zutaten aus biologischer Erzeugung, Echte Sahne, Butter und Vanielleschoten zeugen von Qualitätsbewusstsein. Außerdem sind keine Zusatzstoffe sind enthalten. Aber dafür Milchpulver, das trübt das Bild etwas.

Und schon ist die Tafel verputzt… *schleck* Tja, und damit müsst ihr dann die Tafel von eurer Geschenkliste streichen und mir was anderes besorgen. Denn die Sorte kenne ich ja nun schon. :-)

Scharffen Berger: Kumasi Sambriano

Donnerstag, März 27th, 2008

sami.jpgDie Schokolade, mit der ich mich heute beschäftigen will ist die Kumasi Sambriano Tafel von Scharffen Berger. Ich hab diese Schokolade in den USA gekauft. Ich war auf Reisen durch Kalifornien und besuchte eine der Hauptatraktionen für Geniesser in San Francisco, das Ferry Building.

Es ist ein zauberhafter Ort mit allerlei interessanten Ständen, von Bauernprodukten bis Edelbitterschokolade. Nachdem ich, ob der Schönheit von Recchutis Pralinen, geseufzt hatte[1], wanderte ich hinüber zum Scharffen Berger Stand. Scharffen Berger ist eine amerikanische Firma mit Sitz in Berkley auf der anderen Seite der Bucht. Ihre normale 68 und 70% Schokolade ist eine der wenigen guten die man in amerikanischen Supermärkten bekommt, ich war also neugierig auf ihre anderen Schokoladen.

Eine die ich gekauft habe war die Kumasi Sambirano. Sie kommt in einer einfachen, unprätentsiösen Papierverpackung. Das Design ist im grünen Dschungellook gehalten. Ich hab sie natürlich sofort probiert und sie gefiel mir. Sie ist glatt und hört sich gut an beim Abbrechen. Das abgebrochene Stückchen schmilzt nicht sofort, sondern sehr langsam.

Mit 68% Cacao ist sie etwas süß und auch für zugesetztes Sojalecithin und Cacaobutter bekommt sie minus Punkte. Desweiteren sind noch Zucker und Vanille enthalten. Der Geschmack erinnert an das ätherische Öl von Zitrusfrüchten. Es ist auch ein starker Haselnussgeschmack vorhanden, jedoch nichts was absolute Aufmerksamkeit verlangt.

Das ist eigentlich etwas Gutes. Genau wie eine Symphonie keine Nebentätigkeiten zulässt, so ist das bei einer aussergewöhnlichen Schokolade. Sie verlangt absolute Aufmerksamkeit. Normalerweise bedeutet das, dass ich nur ein Stückchen Schokolade esse und mich dann den anderen, vernachlässigten Tätigkeiten zuwende. Diese Schokolade lässt sich aber ganz auf einmal essen. Ich könnte sogar einen Film dazu schauen. Alltags tauglich nenne ich das. Mir ist es wichtig eine Alltagsschokolade zu haben, welche trotzdem eine hohe Qualität hat. Ich denke ich habe eine gute gefunden.

Die Frage ist nur wo bekomme ich mehr davon her. In Europa ist sie, soweit ich weiß, nicht zu erhalten. Scharffen Berger konzentriert sich mit seinen Schokoladen bisher auf die Westküste der USA und den heimischen Onlinemarkt. Vielleicht weiß eine von unseren Leserinnen wo mensch diese erwerben kann. Zur Not muss ich halt wieder nach San Francisco fahren;)

Gefüllte Schokolade: Edelbitter Mousse Limette/Grüner Pfeffer von Lindt

Dienstag, März 25th, 2008

Limette-Grüner-Pfeffer-Füllung und Mousse au Chocolat von Lindt Nachdem das Winter-Gastspiel (zumindest hier in Stuttgart) vorüber ist, wird es Zeit sich auf frühlingshafte Schokoladensorten zu konzentrieren. Eine davon ist mir durch eine „Neu“-Markierung letzte Woche beim Einkaufen aufgefallen: Edelbitter Mousse Limette-Grüner Pfeffer von Lindt. Dabei handelt es sich um gefüllte Schokoladeneier mit einer „Limette-Grüner-Pfeffer-Füllung“ und „cremig-dunkler Mousse au Chocolat“.

Verpackt sind die acht Schokoladeneier jeweils einzeln in einem schwarz-gelbgrünen-goldenen Papieren, die farblich gut zu den in dem Produkt verarbeiteten Limetten passen. Als Umverpackung dient eine Tüte mit Sichtfenster (siehe Bild).

Das Innere ist jeweils zweigeteilt. In der einen Hälfte befindet sich die Füllung aus Limetten und grünem Pfeffer, in der anderen Hälfte verweilt die Mousse au Chocolat. Ummandelt ist das ganze mit einer Edelbitterschokolade (70% Kakaoanteil).Diese Komponenten erzielen zusammen einen frischen, minimal säuerlichen Geschmack von den Limetten mit einem Hauch Pfefferschärfe und einer angenehm herben Note der Schokolade und des Mousse. Insgesamt angenehm rund aber nichts für Freunde von süßen Schokoalden.

Inhaltlich sorgen echte Limetten (12%) für den fruchtigen Geschmack während der Pfeffer in Form von Pfefferöl vorhanden ist. Hinzu kommen nicht näher angegebene Aromen und Vanilleextrakt für weitere Geschmackseindrücke. Als Emulgator kommt hier Sojalecithin zum Einsatz.

Fazit: Geschmacklich frisch und lecker. Inhaltlich zweischneidig mit echten Limetten einer und Aromen sowieso Sojelecithin andererseits.

„Für Osterhasen“ von Zotter

Freitag, März 21st, 2008

Zotter Sorte "Für Osterhasen"Mit dem morgigen Samstag gibt es ja noch mal einen Einkaufstag für Osterleckereien. Ein potentielles Produkt für euren Einkaufswagen ist dabei auch die Sorte Für Osterhasen aus dem Hause Zotter.

Gerade mal 70 Gramm wiegt dieses kleine Täfelchen, als gerade nicht zu viel für eine Zeit voller Schokoladenostereiern und Schokoladenhasen. Verpackt ist die Leckerei in einer dunkelgrünen Verpackung mit drei handgezeichneten Osterhasen. Das sieht einfach nett aus und macht sich im Versteck für die Kinder auf jeden Fall sehr gut.

Geschmacklich hat die Schokolade mit einer Füllung aus Himbeeren eine klare fruchtige Note. Die umgebende Schokolade hat dabei „nur“ einen Kakaoanteil von 50%, so das zusammen mit der Fruchtfüllung eine relative süße Kombination entsteht. Für meinen persönlichen Geschmack einen Tick zu süß, aber insgesamt dennoch ganz harmonisch. Dazu passt, dass auch kein Alkohol in der Füllung ist. Im Gegensatz zu anderen Sorten von Zotter ist diese Schokolade daher auch für Kinder geeignet.

Und wenn wir schon dabei sind: Seinen Kinden will man ja auch was Gutes kaufen. Hier setzt Zotter auf Zutaten aus biologischem Anbaue. Die Kakaoanteile und der Rohrzucker sind zudem noch mit dem Fairtrade-Siegel ausgezeichnet. Geschmacksverstärker, Sojalecithin oder Aromen finden sich löblicher Weise nicht in der Zutatenliste. Statt dessen gibt es echte Himbeeren (auch in Form von Himbeergelee) und Geschmack von echten Vanilleschoten.

Bleibt nur die Frage offen, warum ausgerechnet diese Schokolade von Zotter „für Osterhasen“ ist. Doch diese Frage klärt leider auch nicht der Text zum Brauchtum des Osterhasen im Inneren der Verpackung. Falls das jemand von euch weiß, bitte ich um Antworten in den Kommentaren unten. Danke!

Lavendel & Cranberries: Gefüllte Schokolade von Coppeneur

Donnerstag, März 20th, 2008

Coppeneru: Lavendel und CranberryIch mag sie. Die kleinen Täfelchen Schokolade von Coppeneur mit leckerer Füllung. Vor ein paar Tagen habe ich eine Sorte entdeckt, die ich bislang noch nicht kannte: Lavendel & Cranberries. Sowohl Lavendel als auch Cranberries sind beides leckere Zutaten, die aber im regulären Lebensmittelhandel leider viel zu selten zu finden sind. Daher habe ich mich sehr über diese Schokolade gefreut und natürlich sofort zugeschlagen.

Verpackt ist die kleine Tafel (75 Gramm) in zwei edle schwarze Hüllen. Praktisch finde ich dabei die bei dieser Reihe üblichen Angaben auf der Verpackung zur Alkohol (keiner enthalten), den Geschmacksrichtungen (hier fruchtig, würzig, herb) und der Schärfegrad (hier: keine Schärfe).

Einmal ausgepackt darf man sich auf eine dunkle Schokolade (der Kakaoanteil liegt hier bei 72%) freuen, die mit einer cremigen Ganache von Cranberries und Lavendel gefüllt ist. Die Füllung hat dabei sehr intensive Aromen und schmeckt sehr fruchtig. Das gibt der ganzen Schokolade eine erfrischende und leichte Note. Dennoch ist mir der Geschmack im Vergleich zur umgebenden Schokolade eigentlich zu intensiv. Der Schokoladengeschmack geht dagegen etwas unter. Deutlicher ist hingegen der Lavendel zu bemerken, auch wenn der nur mit 0,005% als Lavendelöl in der Zutatenliste auftaucht. Da sieht man mal, wie intensiv Lavendelöl schmeckt. Der Geschmack harmoniert mit den Cranberries sehr gut und rundet die Tafel perfekt ab.

Bei den Inhaltsstoffen gibt es dann aber doch einen Punkteabzug: Zucker noch vor Cacaomasse und Cacaobutter, Vollmilchpulver, Sorbit und Soja-Lecithin wollen mir nicht wirklich gefallen. Der Cranberrygeschmack stammt vom einem Cranberryfruchtsaftkonzentrat (8,2%) und natürlichem Cranberryaroma (0,6%). Für den Lavendelgeschmack ist Lavendelöl (0,005%) zuständig. Laut Text im inneren der Verpackung handelt es sich dabei aber nicht nur um natürlich Aromen sondern auch um solche aus der namensgebenden Pflanze. Und das Soja-Lecithin ist nicht genmanipuliert. Immerhin. Etwas mehr Natur würde ich dennoch bevorzugen.

Fazit: Geschmacklich sehr lecker und mal was anderes. Inhaltlich noch verbesserungsfähig.

Michel Cluizel: Plantation Los Ancones

Donnerstag, März 13th, 2008

Das erste Mal traf ich Schokolade von Michel Cluizel vor zwei Jahren in Esslingen. Damals war ich auf der Suche nach etwas Neuem, Tollen. Meine alte Schokolade war irgendwie ausgelutscht. Die besondere Aura der “Los Ancones” stach mir sofort ins Auge, grüne Highlights auf schwarzem Grund. Die Verpackung war nicht aus langweiligem Papier, sondern eine Pappschachtel aus der dann, in goldgelbe Folie gepackt, die Schokolade rutscht.

Auch die inneren Werte überzeugten alsbald. Sie schmilzt samtige weich und hat entschieden olivige Noten. Genau genommen erinnert es mich an das Olivenöl vom Fleurieu Peninsula in South Australia. Daneben gibt es angenehm saure, johannisbeerige Noten. Der Zucker ist kaum zu merken und auch die Vanille unterstützt nur die eigenen Aromen der Cacaobohne. Ein Stückchen dieser Schokolade zu essen ist wie ein Stück Sonnenlicht und Sommer.

Die Zutatenliste ist angenehm kurz: 67% Cacao, sucre da canne, beurre de cacao, vanille Bourbon en gousse. Meine französisch Lehrerin hatte völlig vergessen mir beizubringen, dass gousse Schote heißt. Zudem wusste ich vorher nicht, dass es Santo Domingo gibt, geschweige denn, dass es die Insel Hispaniola ist. Dort kommt der Cacao dieser Schokolade her, genauergenommen von der Plantage Los Ancones auf der eine Familie seit gut hundert Jahren Cacao anbaut. Ich kaufte also eine gute Schokolade UND habe noch was gelernt! Was wollt ihr, mehr? Seit dem begleitet sie mich (also nicht Ein und die Selbe …) und vielleicht auch bald euch.

Grand Cru Java (Clement Chococult)

Samstag, März 8th, 2008

Schokolade aus Java

Die meisten von euch dürften wissen, dass die Programmiersprache Java nach der Insel Java benannt wurde. Oder genau genommen nach dem Kaffee, der auf Java wächst und den die Entwickler von Java so gerne getrunken haben. Wesentlich weniger bekannt ist jedoch, dass auf dort auch ganz hervorragende Kakaosorten wachsen. Eine davon ist die Kakaosorte Criollo aus der die Grand Cru Java von Clement Chococult hergestellt wird. Diese außergewöhnliche Schokolade möchte ich euch heute vorstellen.

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