Schraffen Berger: Bittersweet

April 27th, 2008

Scharffen BergerDer April war ja dieses Jahr nicht besonders angenehm. Zum Glück musste ich mich nicht mit Schneeschauern abmühen sondern konnte die Sonne in Californien und Hawaii genießen.

Nun könnte man meinen, dass das Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht der richtige Ort für eine Schokoladesüchtige ist. Immerhin sind die USA für ihre Schokolade nicht wirklich bekannt. Ich muss sagen völlig zu Unrecht. Um euch das zu beweisen stelle ich euch heute die Bittersweet Sorte von Schraffen Berger vor. Diese in der San Francisco Bay Area ansässige Firma kann sich mit vielen internationalen Schokoladenherstellern messen. Vor einigen Wochen habe ich schon einmal die Sondersorte Kumasi Sambirano vorgestellt.

Die Sorte Bittersweet enthält 72% Cacao und liegt damit voll in unserem Interessensbereich. Die handelsüblichen Tafeln sind schmaler und dicker als bei uns übliche Schokoladentafeln. Sie haben ehr Riegelform. Eingepackt ist dieser Riegel in silbernes Papier umhüllt mit blau gestreiftem Papier. Als erstes imponiert das schöne „Schnapp“ mit dem ein Stückchen von der Tafel abbricht. Geschmacklich dominieren fruchtige, zitrusige Noten. Etwas fehlen tut mir das weiche Schmelzen der Schokolade beim lutschen, aber Schokoladenkauerinnen wird das nicht stören.

Auch die Zutatenliste ist schön kurz. Es sind Cacao, Zucker und Vanilleschote enthalten, komplementiert durch Sojalecithin. Ich glaube die genaue Wirkung von Lecethin muss ich noch mal nachschlagen, da das Zusetzen an dieser Stelle für mich wenig Sinn ergibt.

Zu erhalten ist diese Schokolade in Deutschland nur über den Internetversandhandel, oder von netten Freundinnen. Natürlich gilt hier: Jede die Schokolade mit bringt ist eine Freundin.

Zitate über Schokolade (1)

April 21st, 2008

Schokolade ist der Stoff,
aus dem die Träume sind.
Üppige, dunkle, samtweiche Träume,
die die Sinne umhüllen
und Leidenschaft wecken.
Schokolade ist Wahnsinn.
Schokolade ist Entzücken.

Judith Olney

Gefunden auf dem „Kleiner Schokoführer“
der Schell Schokoladenmanufaktur

Schoko-Wibele von Hochland: Gute Idee mit ungenießbarer Umsetzung

April 18th, 2008

Schoko-Wibele von Hochland: Viel zu süß „Eine geniale Idee“ habe ich gedacht, als ich die Schoko-Wibele von Hochland neulich im Laden entdeckt habe. Natürlich habe ich mir gleich ein Päckchen gekauft, weil mich die Umsetzung der Idee interessiert hat.

Diejenigen Leser, die nicht aus dem Schwabenländle stammen, werden Wibele vielleicht nicht kennen. Dabei handelt es sich um ein sehr kleines Gebäck, dass aus einem süßen Teig gebacken wird. Vergleichbar ist der gebackene Teig etwa mit Russisch Brot, er ist jedoch hell und hat eine spezielle Form. Ein Foto und mehr Informationen über Wibele gibt es bei Wikipedia.

Da das Gebäck etwa die Größe zwischen Nüssen und Rosinen hat, ist es eigentlich eine gute Idee diese kleine Leckerei mit einem schönen Schokoladenüberzug zu verfeinern. Genau diese Schoko-Wibele-Idee hat Hochland umgesetzt und sich bei für einen Überzug aus Vollmilchschokolade entschieden. Und genau da fangen die Probleme an.

Denn die erste Zutat auf der Zutatenliste ist Zucker. Es folgt mit 24% der „Gebäckkern“, also das Wibele, welches wiederum zu einem großen Teil aus Zucker besteht. Die gerade mal 30% Kakaoanteil im Schokoladenüberzug gehen da völlig unter. Dadurch sind die Schoko-Wiebele zu süß und in meinen Augen eigentlich völlig ungenießbar. Mehr als zwei oder drei Stück vermag ich nicht nacheinander zu essen. Für meinen Gaumen, der noch einen natürlichen Bezug zum Wort „süß“ hat, ist das Produkt einfach nicht geeignet.

Leider sieht es bei den Zutaten auch nicht viel besser aus. Statt echter Vanille kommt natürliches und naturidentisches Vanillearoma zum Einsatz. Sojalecithin ist da als Emulgator natürlich auch nicht weit und Gummi-Arabicum als Verdickungsmittel klingt auch sehr appetitlich. Was auch immer Schokoladenlack ist, der klingt nicht lecker. Denoch rundet er das optische Bild als Überzug ab. Zumindest diese Zutaten stehen bei mir alle nicht auf meinem Wunschzettel, beim Rest kann man nicht viel sagen.

So belibt mir nur zu sagen: Tolle Idee, schlechte Umsetzung. Da könnte man sicherlich was draus machen. In dieser Variante kann ich aber keine Empfehlung für die Schoko-Wibele von Hochland aussprechen.

Warum Frauen Schokolade essen dürfen und Männer nicht …

April 12th, 2008

Im Kopfschüttel-Blog habe ich heute ein nettes Gespräch zwischen dem Kopfschüttler und seiner Freundin gelesen. Darin wird erklärt, warum Frauen Schokolade brauchen und sie Männer dick macht. Köstlich zu lesen. Allerdings würde ich ein Snickers ja nun nicht gerade als Schokolade bezeichnen… :-)

Chocolat Bonnat Chuao

April 10th, 2008

Ich geh ja mein Leben nach dem Motto an: Mensch lernt nie aus. Manchmal kann man Dinge an den ungewöhnlichsten Orten lernen, wie zum Beispiel auf der Rückseite einer Schokoladenverpackung. Auf der Verpackung der Chocolat Bonnat, Sorte Chuao aus Venezuela, stand nähmlich im französischen Text das Wort “merveilleux” was so viel wie fabelhaft und wunderbar bedeutet. Die Schokolade tut dieser Beschreibung nicht unrecht.

Die Verpackung ist weiß im Retrodesign in grün, braun und gold Tönen. Geschmacklich wird man von einer erfrischenden, säuerlichen Note begrüßt, darauf folgen langsam erdige und kaffeeartige Aromen. Mit 75% ist die Schokolade schon recht bitter. Sie schmilzt samtig weich, auch in den Fingern. Inhaltlich ist an der Schokolade nichts auszusetzen, sie enthält keine Emulgatoren und auch keine sonstigen Zusätze.

Insgesamt würde ich diese Schokolade gerne weiter empfehlen.

Anti-Stress-Praline nach der Slow Food Messe 2008

April 7th, 2008

Anti-Stress-Praline (R)Zwei Tage bin ich auf der Slow Food Messe 2008 unterwegs gewesen um Eindrücke, Wissen und Stimmen zu sammeln. Fünfzig Artikel habe ich darüber geschrieben – die meisten noch an den beiden Messetagen. Nach so viel Arbeit ist Entspannung angesagt. Und da kommt die Anti-Stress-Praline(R) gerade Recht. Ein kleines Päckchen habe ich mit davon in den letzten Messeminuten nämlich extra noch gesichert.

In fünf Schritten beschreibt der Hersteller den Weg zur Entspannung: Das Sehen der ovalen Form, das Riechen der Aromen (ich rieche vor allem Blüten), das Hören des Knackens der Schokolade beim Hineinbeißen (leise, aber doch da), das Fühlen der Texturen (cremig und fest) und natürlich das Schmecken. Man schmeckt die Minze mit einem Hauch Melisse, aber auch die Orangen. Der Geschmack der Rose verblasst etwas und ich kann ihn mehr schnuppern denn schmecken. Obwohl der Kakaoanteil in den beiden verwendeten Schokoladen eher gering ist ist die Praline nicht zu süß. Das finde ich angenehm. Die Geschmacksrichtungen harmonieren gut – auch wenn die Rose etwas untergeht. Lecker. Und entspannend.

Gekauft werden kann die Anti-Stress-Praline(R) bei diesen Partnern.

Slow Food unterstützt mexikanische Kakaobauern

April 7th, 2008

Nachhaltigkeit und Unterstützung im Zeichen der Schnecke: Ende letzten Jahres wurden Teile Mexicos von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Betroffen hiervon waren auch Kakaobauern aus der Gegend um Villahermosa. Um sie beim Wiederaufbau Ihrer Geschäftsbeziehungen nach dieser Katastrophe zu unterstützen wurden die Bauern zur Slow Food Messe 2008 nach Deutschland eingeladen. Hier konnten sie ihre Produkte direkt verkaufen und Kontakte zu Chocolatiers und Pralinenherstellern knüpfen. Slow Food Deutschland e.V. stellte hierfür nicht nur Standfläche zur Verfügung sondern übernahm auch die Reise- und Untebringungskosten.

Leider war es mir nicht mehr möglich persönlich mit den Vertretern auf der Messe zu sprechen, weil diese am Sonntag bereits wieder abgereist waren.

Quelle: Pressemitteilung vom 1.4.2008 (Update 2.1.2012: Pressemitteilung nicht mehr online verfügbar)

Pralinen von der Goethe Schokoladentaler Manufaktur – Slow Food Messe 2008

April 7th, 2008

Pralinen von der Goethe Schokotaler Manufaktur Diese beiden Pralinen habe ich mir am Stand der Goethe Schokoladentaler Manufaktur gegönnt. Dort werden alle Produkte von Hand gefertigt. Besucher der Manufaktur können den Chocolatiers dabei durch eine große Fensterwand bei der Arbeit zuschauen.

Neben Pralinen gehören natürlich Schokoladen aber auch Schokoladenaufstroche und Konfitüren zum Sortiment. Wer selbst mal Hand anlegen möchte kann in in der Goethe Schokoladentaler Manufaktur auch mehrtägige Pralinenkurse besuchen.

Von der Qualität der Produkte zeugen die beiden Pralinen Sandorn-Orange (im Bild rechts) und Lavendel-Pfeffer. Aber da geht noch was, denn schließlich gibt es noch viel mehr Auswahl. So viel zu probieren und so wenig Zeit…

Schell Schokoladenmanufaktur auf der Slow Food Messe 2008

April 7th, 2008

Stand der Schell SchokoladenmanufakturAm Stand des Convisiums Heilbronn findet sich auf der Slow Food Messe auch die Schell Schokoladenmanufaktur. Hier versteht man sich nicht nur auf feinste Schokoladen sondern vor allem auch auf die Kombination von Schokolade und Wein. So ist im „kleinen Schokoführer“, dem Schokoladenkatalog von Schell, immer angegeben, ob die Schokolade zu Weißwein bzw. Rosewein oder eher zu Rotwein passt.

Ich habe mich ein wenig mit Herrn Schell unterhalten. Da er ja nicht weit weg von Stuttgart ist, werden wir ihn sicherlich mal besuchen und ausführlich über seine Produkte und Angebote berichten. Am Stand gab es dann auch noch die sehr lecker Trinkschokolade Inkagold pur. Ein wahrer Schatz, der eine ganz eigene Philosophie verfolgt. Kein einzelnes Pulver wird hier verkauft sondern Kakaostücke aus reinem Kakao, ein Kakaopulver, Rohrzucker und selbst gemahlene Gewürze. Daraus kann sich jeder seine eigene Trinkschokolade mischen und auf die persönlichen Geschmacksvorlieben anpassen. Danke für die leckere Trinkschokolade Herr Schell!

Maracaibo 68% von Chocoaltier Danner – Slow Food Messe 2008

April 7th, 2008

Maracaibo 68% Fino Criollo von Chocolatier DannerAm Stand von Chocolatier Danner habe ich am Sonntag nachmittag vorbeigeschaut. Wir haben uns etwas unterhalten und um in Kontakt zu bleiben wollte er mir eine Visitenkarte mitgeben. Doch die waren leider schon alle. Also hat er mir einfach eine kleine Tafel Schokolade in die Hand gedrückt mit dem Kommentar, dass darauf auch seine Kontaktdaten stehen würden. Eigentlich eine praktische Idee. :-)

So bin ich ganz unverhofft zu einer Maracaibo 68% gekommen. Diese Sorte wird aus Criollobohnen gewonnen, die als eine der edelsten Kakaosorten gilt. Bei dieser Schokolade beträgt der Kakaoanteil angenehme 68%. Dazu kommt noch Zucker, Spuren echter Vanille und etwas Sojalecithin. So entsteht ein feiner Geschmack, der kaum noch Bittertöne in sich trägt. Etwas herb aber schön rund, sehr angenehm. Ich suche gerade noch nach Worten für den Geschmack… Im ersten Moment edel, ur-schokoladig, dann etwas süßlich, fruchtig und rau im Nachgeschmack. Die dünne 25-Gramm-Tafel schmilzt Stückchen für Stückchen ganz leicht auf der Zunge und entfaltet so diesen Geschmack wunderbar.

Verpackt ist die Schokolade in ein rotes Papier mit goldenen Sprenkeln, wie alle Bitterschockoladen von Chocolatier Danner. Durch die Farbgebung weiß jeder sofort, in welcher Richtung er „seine“ Sorten suchen muss. Ich bleibe auch beim nächsten Mal beim roten Papier. :-)